Tipps zur Abfallvermeidung

Hier befindet sich eine kleine Auswahl an Tipps zur Abfallvermeidung. Alle Beispiele sind praxisnah und easy umzusetzen. A la longue spart man sich damit viel Zeit, Geld und Nerven.

Bücher

Hier geht es darum was man am besten mit zu vielen Büchern macht und wie leicht man anderen Menschen eine Freude bereiten kann.

Ich liebe es zu lesen! Als kleines Kind wurde ich als Leseratte bezeichnet und war Stammgast in der Bibliothek ums Eck. Auch heute noch bekomme ich zum Geburtstag immer Gutscheine von meiner Lieblingsbuchhandlung und freue mich jedes Mal aufs Neue. Die Begeisterung für Bücher und fürs Lesen zieht sich durch die ganze Familie. Als meine Mutter vor ein paar Jahren mal ausgemistet hat und im Zuge dessen auch ein paar Bücher wegwerfen wollte, war ich dementsprechend entsetzt und fischte die armen Bücher wieder aus dem Mistkübel. Rasch war eine Lösung für das “Problem” gefunden: der offene Bücherschrank. Den kannte ich damals nur vom Vorbeigehen, gut besucht war er aber auch schon da. Die Bücher werden sich sicher über diese lebenserhaltende Maßnahme gefreut haben und der oder die neue BesitzerIn ebenso.

Die Vorteile vom offenen Bücherschrank
Der offene Bücherschrank bietet eine großartige und vor allem unkomplizierte Möglichkeit, Büchern ein zweites Zuhause zu schenken. Ich finde es außerdem schön, wie leicht man anderen Menschen eine Freude bereiten kann, die noch dazu nichts kostet. Seit ich die Bücher meiner Mutter zum offenen Bücherschrank gebracht habe, bin ich selber ein großer Fan davon und habe schon das ein oder andere großartige Buch gefunden, das mich zu Tränen gerührt oder mich lauthals hat lachen lassen. Bücherschrank sei Dank!

Da offene Bücherschränke in den unterschiedlichsten Formen und Farben vorkommen, ist es gar nicht so einfach, eine Übersicht zu bewahren. Eine Liste mit einer großen Auswahl an offenen Bücherschränken in Wien findet ihr hier.

Geld verdienen mit Büchern
Möchte man seine Bücher loswerden und dabei auch noch Geld verdienen, dann empfehle ich dafür Apps wie momox oder rebuy. Einfach die App runterladen und damit den ISBN-Code des Buches scannen. Man sieht sofort, ob das Buch angekauft wird (oder nicht) und wie viel Geld man dafür bekommt. Anschließend die verkauften Bücher verpacken, das Paket mit dem kostenlos zur Verfügung gestellten Paket-Aufkleber versehen, zur nächsten Poststelle bringen und verschicken. Das Ganze ist unkompliziert, geht superschnell und man schafft wieder Platz zu Hause.

Postwurfsendungen

Hier geht es darum welche Möglichkeiten es gibt um Postwurfsendungen abzubestellen.

Ein „Bitte keine Werbung“-Pickerl kann wahre Wunder wirken. Seitdem ich das Pickerl auf meinen Postkasten geklebt habe, bekomme ich kaum noch Werbung. Musste ich früher jede Woche meinen vor Werbung überquellenden Postkasten ausräumen, so muss ich die Werbung jetzt quasi mit der Lupe suchen. An dieser Stelle auch einmal ein großes Dankeschön an die FlyerverteilerInnen, die sich so brav an das „Bitte keine Werbung“-Pickerl halten.

Das Post-Kuvert
Das „Bitte keine Werbung“-Pickerl gilt auch für (unadressierte) Reklamesendungen direkt von der Post. Solltest du diese Sendungen trotzdem erhalten, dann kannst du einfach beim Kundenservice der Post unter 0800 010 100 anrufen und sie abbestellen.

Die Vorteile, keine Werbung zu bekommen

  • kein überfüllter Postkasten mehr

  • pro Haushalt und Jahr werden so bis zu 100 kg Werbematerial eingespart

  • keine unnötigen Gänge zur Altpapiertonne mehr

Wo bekommt man „Bitte keine Werbung“-Pickerl?
Die Pickerl bekommt man zum Beispiel in der Trafik. In meinem Fall war die Verpackung leider aus Plastik, der Inhalt ist jedoch Gold wert. Über die Umweltberatung kann man sich das Pickerl auch gratis downloaden.

PolyquaWAS ?!?!? - Produktcheck

Hier geht es darum wie du ganz einfach deine kosmetischen Produkte auf hormonell wirksame Chemikalien testen lassen kannst.

Vor einigen Jahren habe ich mit Freunden zusammen bei einer Roadshow für einen großen Kosmetikkonzern mitgearbeitet. Natürlich habe ich am Ende auch Produkte mit nach Hause genommen. Kurz darauf war dann eine gute Freundin zu Besuch und hat mir von Tox Fox erzählt. Die App wurde vom „Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V.“, kurz BUND, entwickelt. Sie dient dazu, festzustellen, ob Kosmetikprodukte hormonell wirksame Chemikalien enthalten. Laut GLOBAL 2000 enthält 1/3 aller unserer Kosmetika solche schädlichen Substanzen. Sie können schon in kleinsten Dosen Auswirkungen auf uns und unseren Körper haben und etwa zu einem erhöhten Risiko von Brust- und Hodenkrebs führen.

Wie funktioniert ToxFox nun?
Die App ist sehr leicht zu bedienen: einfach den Strichcode des Produktes scannen, und schon hat man ein Ergebnis. Die aufscheinenden Symbole klären einen darüber auf, ob die Inhaltsstoffe unbedenklich sind oder nicht. Im Falle eines grünen Symbols ist ein Inhaltsstoff unbedenklich. Ist das Symbol rot, so hat man es mit einem gefährlichen Inhaltsstoff zu tun. Ist das gescannte Produkt noch nicht im Register eingetragen, so kann man es ganz einfach eintragen, indem man unter anderem die Produzentenfirma und die Inhaltsstoffe angibt.

Was war das Resultat?
Wir haben damals sämtliche Kosmetikprodukte in meinem Bad getestet, von Shampoo über Deo bis zu diversen Cremen. Obwohl das Testen selbst extrem viel Spaß gemacht hat, waren die Ergebnisse doch ziemlich schockierend! Es hat damit geendet, dass ich den Großteil der Produkte weggeworfen habe und heute nur mehr natürliche Produkte, wie zum Beispiel Öle, verwende.

Es ging mir damals wie heute darum, Produkte zu verwenden, die keine gesundheitsschädlichen Chemikalien beinhalten, und zu wissen, was genau drinnen ist. Wer weiß schon, was „Sodium Methylparabene“ oder „Polyquaternium-10“ ist (außer man ist natürlich ein kleines Chemie-Genie 😉). Außerdem wollte ich auch keine Gesichtskosmetik mehr verwenden, bei der die Haut danach schlimmer ausschaut als davor und bei der Tierversuche gemacht werden. Seitdem ich nur noch natürliche Kosmetikprodukte und Öle für mein Gesicht verwende, schaut meine Haut schöner aus als zuvor.

Die ToxFox-App war ein genialer Startschuss dafür, ein Bewusstsein zu schaffen, wo welche Inhaltsstoffe enthalten sind und wie gefährlich sie nicht nur für einen selbst, sondern auch für die Umwelt sein können. Gelangen sie zum Beispiel ins Abwasser oder auf anderen Umwegen in unsere Umwelt, können sie auch negative Auswirkungen auf Tiere haben. Seitdem ist mein Bad nicht nur frei von gefährlichen Chemikalien, sondern auch frei von Plastik — und ich habe es keinen Tag bereut.

Obst- und Gemüseverpackungen im Supermarkt

Hier geht es um die unterschiedlichen Verpackungen von Obst und Gemüse im Supermarkt und wie man die Unterschiede erkennt.

Der Tipp dieser Woche mag vielleicht etwas schräg sein, ist aber gleichzeitig auch ein guter Tipp, um bewusster im Supermarkt einkaufen zu gehen. Als ich damals beschlossen habe, weniger Müll zu produzieren, war eines für mich klar: kein Obst und Gemüse mehr zu kaufen, das in Plastik verpackt ist — egal, ob das Produkt regional/bio/… etc. ist.

Welche Verpackung durfte Obst und Gemüse also haben? Am liebsten war mir natürlich gar keine. In einem Supermarkt ist das aber nach wie vor leider gar nicht so einfach. Also habe ich beschlossen, eine Ausnahme zu machen und Obst und Gemüse zu kaufen, welches in Netzen verpackt ist. Nach einiger Zeit bin ich draufgekommen, dass es zwei Arten von Netzen gibt: jene aus Plastik und jene aus Zellulose. Als ich mir dessen bewusst geworden bin, habe ich Obst und Gemüse in Plastiknetzen nicht mehr gekauft, jene in Zellulose hingegen schon.

Der Grund dafür ist, dass Zellulose eine Holzfaser ist und Bäume wieder nachwachsen, also eine natürliche und erneuerbare Ressource sind, während Plastik hingegen keine erneuerbare Ressource ist.

Wie erkennt man nun den Unterschied zwischen Netzen aus Plastik bzw. Zellulose?
Einfach durch Fühlen — und lustigerweise auch an der Farbe. Während Plastiknetze meist grelle Farben haben (linkes Foto), haben Netze aus Zellulose eher natürliche Farben (rechte Seite, mit Ausnahme vom roten). Plastiknetze brechen auch oftmals in kleinere Teilchen und hinterlassen so Mikroplastik.

Warum ist der Unterschied zwischen Plastik- und Zellulosenetzen wichtig?
Der Tipp mag etwas schräg anmuten, allerdings ist er eine ganz gute Übung, wie man bewusster einkaufen kann und auf die Verpackungen der Produkte schaut. Zum ersten Mal habe ich realisiert, wie viel Obst und Gemüse eigentlich unnötig in Plastik verpackt ist. Wir als KonsumentInnen haben auch sehr viel Macht — und dieser müssen wir uns bewusst sein. Greifen wir also beim Kauf von Obst und Gemüse vermehrt zu Produkten, welche nicht verpackt sind bzw. in Zellulosenetzen, dann setzen wir damit ein Zeichen für nachhaltigeren Konsum.

Coffee To Go

In diesem Text geht es darum welche Probleme durch Einwegbecher entstehen und wie man diese ganz leicht lösen kann.

Ich kann mich noch gut erinnern, als Starbucks nach Österreich gekommen ist. Ich war damals ca. 13 Jahre alt und habe es geliebt, meine heiße Milch (ja, das gab es damals) dort zu trinken. Ein paar Jahre später fand ich es dann unglaublich cool, mit meinem Starbucks-Café durch die Stadt zu laufen. Leider war ich nicht die Einzige.

Mittlerweile werden jedes Jahr mehr als 84 Millionen Einwegbecher alleine in Wien verwendet. Die durchschnittliche Lebenszeit eines Bechers beträgt 15 Minuten, die Zeit, bis er verrottet, mehrere Jahrzehnte. Meistens bekommt man ja nicht nur einen Becher, sondern auch einen Plastikdeckel und eine Papiermanschette. Das lässt den Müllverbrauch dann nochmals gewaltig ansteigen.

Bei der Verwendung eines Einwegbechers gibt es zwei große Probleme:

1. Problem:
Wirft man einen Einwegbecher in den Mistkübel, wirft man quasi auch Luft weg. Falls du dich jetzt fragst: „What the hell is she talking about?“, hier die Erklärung: Die wenigsten (bzw. fast gar keine) Becher werden vor dem Wegwerfen platt gedrückt. Das heißt, ein Becher alleine braucht schon extrem viel Platz im Mistkübel — mehrere dann nochmals um einiges mehr. Die Müllmengen steigen also künstlich an.

2. Problem:
Die Becher können nicht recycelt werden. Der Grund dafür ist einfach und meist mit dem freien Auge gar nicht sichtbar: Die Becher sind mit einer dünnen Schicht Plastik ausgekleidet. Diese trägt dazu bei, dass der Becher wasserfest ist. Und weil diese Plastikschicht so dünn ist, kann das Plastik nicht vom Becher getrennt werden. Das heißt, der Einwegbecher wird entweder in einer Müllverbrennungsanlage verbrannt oder landet direkt auf einer Mülldeponie.

Ich vermeide Müll – Du vermeidest Müll
Mittlerweile bieten auch schon einige Cafés Vergünstigungen für KundInnen an, die ihren eigenen Becher mitnehmen. Denn nicht nur du sparst Müll, sondern die Cafés auch.

3 Teile Müll = 1 wiederverwendbarer Becher
Indem du deinen eigenen Kaffeebecher verwendest, kannst du jede Menge Müll davor bewahren, verbrannt zu werden oder — noch schlimmer — auf einer Mülldeponie zu enden.

Was ist nun also die Lösung? BYO cup – Bring Your Own Cup
Die Lösung dazu ist ziemlich einfach: Nimm deinen eigenen Becher mit.
Zu Beginn mag es vielleicht unangenehm sein, den oder die KellnerIn zu fragen, ob er/sie dir den Kaffee in deinen Becher füllen kann. Je öfter du aber fragst, desto leichter wird es.

Kaffeesud

Hier werden Möglichkeiten aufgezeigt, was man alles mit Kaffeesud machen kann.

Herr und Frau Österreicher trinken pro Tag ungefähr drei Tassen Kaffee. Ich trinke meistens maximal einen Kaffee pro Tag, ansonsten werde ich ganz hibbelig. Um keinen Müll zu produzieren und damit der Kaffee auch besonders gut schmeckt, verwende ich eine Bialetti. Das einzige Produkt, das neben Kaffee noch entsteht, ist Kaffeesud.

Kaffeesud ist ein sehr vielseitiges Produkt und kann für viele verschiedene Zwecke verwendet werden:

Peeling
Kaffeesud kann wunderbar als Peeling für Gesicht und Körper verwendet werden. Das Peeling entfernt abgestorbene Hautschuppen und regt die Durchblutung an. Kaffeesatz ist vermutlich das günstigste und nachhaltigste Peeling, das man bekommen kann.

Zum Reinigen von Geschirr und Pfannen
Kaffeesatz kann man auch wunderbar dazu verwenden, Töpfe und Pfannen zu reinigen.
Achtung: Pfannen mit empfindlicher Beschichtung sollten nicht mit Kaffeesud gereinigt werden, da dieser die Oberfläche beschädigen kann.

Als Dünger
Kaffeesatz hat einen quasi neutralen pH-Wert und ist daher perfekt zum Düngen von Pflanzen geeignet.

Bei unangenehmen Gerüchen
Kaffeesud wirkt wahre Wunder! Den getrockneten Kaffeesud einfach in eine kleine Schüssel geben und in den Kühlschrank stellen. Die Geruchsmoleküle werden im Sud gebunden und schlechte Gerüche verschwinden.

Wurmbox
Nicht nur wir Menschen, sondern auch Würmer lieben Kaffee! Falls du also auch eine Wurmbox zu Hause hast, ist dein Kaffeesud dort sehr gut aufgehoben. Du solltest nur beachten, ihnen nicht zu viel davon zu geben, sondern sie auch mit genug Obst- und Gemüseresten zu füttern. Von zu viel Kaffee werden sie hyperaktiv — und das verkürzt ihre Lebenszeit.

Wie lange hält sich Kaffeesud?
Am besten ist es, immer frischen Kaffeesud zu verwenden. Möchte man ihn länger aufbewahren, empfiehlt es sich, den Kaffeesatz nach der Verwendung zuerst zu trocknen. Dazu einfach auf einem Teller verteilen und trocknen lassen. Anschließend kann man ihn in ein Einmachglas abfüllen.

Haarseife

Hier geht es um die Vorteile von Haarseife und wie ein guter Umstieg von konventionellem Shampoo zu Haarseife gelingt.

Ich liebe Haarseife! Abgesehen davon, dass sich meine Haare viel seidiger anfühlen und schöner glänzen, gibt es noch viele andere Vorteile:

1. Verpackungsfrei – 1:3
Laut LUSH entspricht die Verwendung von einer Haarseife dem Verbrauch von drei 250-g-Shampooflaschen. Durch die Verwendung einer Haarseife kannst du also sehr viel Verpackungsmüll einsparen.

2. Haarseifen halten länger
Früher musste ich fast jeden Monat eine neue Shampooflasche kaufen. Mit einer Haarseife komme ich hingegen zwei bis drei Monate aus. Durchschnittlich können Haarseifen zwischen 80 und 100 Mal verwendet werden.

3. Günstiger in der Anschaffung
Eine Haarseife kostet zwischen € 5,– und € 10,–. Dadurch, dass sie so lange verwendet werden kann, spart man langfristig nicht nur Müll, sondern auch Geld.

4. Super zum Reisen
Mit einer Haarseife stellen sich Fragen wie „Ist meine Shampooflasche eh nicht zu groß?“ oder „Habe ich sie gut verschlossen?“ beim Security-Check nicht mehr. Sie läuft nicht aus, braucht wenig Platz und ist leicht zu transportieren.

5. Frei von problematischen Inhaltsstoffen
Haarseifen sind meist frei von Konservierungsstoffen, Silikonen, künstlichen Duftstoffen und Mikroplastik — Stoffe, die oft dazu beitragen, die Kopfhaut auszutrocknen oder zu reizen.

Anwendung

Kaum ein Unterschied zu Flüssigshampoos:
Seife befeuchten → direkt ins nasse Haar oder in den Händen aufschäumen → einmassieren → auswaschen.
Kaltes Wasser zum Schluss schließt die Talgdrüsen und macht munter.

Umstellungsphase
Bei mir dauerte sie ca. einen Monat, bis sich meine Haare an die basische Reinigung gewöhnt hatten.

Persönliche Erfahrung
Meine erste Haarseife war eine All-One-Seife von Dr. Bronner’s. Sie gab zwar einen coolen Beach-Look, war aber zu aggressiv für meine Haare. Außerdem verwendet die Marke Palmöl. Danach nutzte ich wieder Shampoo — mit dem Ergebnis, dass meine Haare schnell nachfetteten. Also wagte ich erneut den Umstieg mit einer LUSH-Haarseife — und war begeistert: keine Essigspülung nötig, Haare sahen gesund aus.

persönliche Empfehlung
Hautsinn: die Seifen werden in Wien aus Bio-Rohstoffen hergestellt und sind plastikfrei.

Mehrwegrasierer

Hier geht es um die anfängliche Angst vor dem Mehrwegrasierer, welche Vorteile er hat und das beste Geschäft in Wien um sich einen zu kaufen.

Vor einigen Jahren habe ich meinen Mehrwegrasierer gekauft, und die ersten paar Monate hat er in seiner Verpackung im Badezimmerschrank verbracht. Ich hatte Angst davor, ihn zu verwenden, weil ich dachte, ich würde mir damit sicherlich wehtun. Als ich ihn gekauft habe, hat mir die unendlich nette Verkäuferin im Geschäft erklärt, wie man den Rasierer zu verwenden hat, und das hat mir Angst gemacht. Ich habe also ein bisschen Zeit gebraucht, mich an ihn zu gewöhnen (im Nachhinein völlig unbegründet), und mittlerweile habe ich ihn sehr lieb gewonnen.

Wie verwendet man einen Stahlrasierer?
Wie schon oben erwähnt, gibt es fast keine Unterschiede zwischen einem herkömmlichen Rasierer und einem Stahlrasierer. Der einzige Unterschied ist vielleicht der, dass Stahlrasierer die Haare noch präziser schneiden.

Wenn du also einen Rasierer kaufst, brauchst du auch dazu passende Klingen. Ich habe meine Klingen (10 Stk. pro Packung) damals zusammen mit dem Rasierer gekauft. Eine Packung Rasierblättchen ist extrem ergiebig — ich komme ca. 1,5–2 Jahre damit aus. Je nachdem, wie oft du dich rasierst und wie scharf die Klingen sind, sollte man die Klingen ca. alle 3 Monate wechseln. Wichtig dabei zu wissen ist, dass du beide Seiten der Klinge verwenden kannst. Wenn du also das Gefühl hast, dass die Klinge stumpf wird, dann einfach umdrehen. So kannst du neben Müll auch Geld sparen. Die Klingen können dann zum Recycling in den Metall-Mistkübel gegeben werden.

Von Zeit zu Zeit ist es wichtig, den Rasierer auch zu putzen. Dazu nehme ich einfach ein Tuch mit ein bisschen Wasser und mache ihn sauber. So schaut er wieder aus wie neu.

Hier noch ein paar andere Vorteile, warum Stahlrasierer so genial sind:

1. Einmaliges Investment
Ein guter Rasierer ist ein einmaliges Investment. Das Einzige, was man nachkaufen muss, sind die Klingen. Der Rasierer mag zu Beginn vielleicht etwas teuer sein, aber wenn man all die Einwegrasierer bzw. die auswechselbaren Köpfe zusammenrechnet, die man im Laufe des Lebens verwendet, dann kommt man schnell drauf, dass sich die Investition definitiv lohnt.

2. Rasierblättchen und Stauraum
Eine Packung Rasierblättchen ist extrem ergiebig. In einer Packung sind 10 Rasierblättchen drinnen. Rasierblättchen sind meist beidseitig verwendbar. Sobald man merkt, dass sie stumpf werden, sollte man sie wenden bzw. wechseln. Ich komme mit einer Packung ungefähr 1,5 bis 2 Jahre aus. Da die Packung sehr klein ist, benötigt man im Gegensatz zu einer Packung Einwegrasierern auch nicht wirklich Stauraum.

3. Stylish
Ich finde, Stahlrasierer sind extrem stylish. Sie erinnern mich immer an Zeiten, in denen Produkte noch langlebig und von guter Qualität waren. Hast du zum Beispiel gewusst, dass 80 % des Stahls, das jemals auf der Welt produziert wurde, heute noch verwendet wird? Also wer weiß, was dein Rasierer für eine Geschichte zu erzählen hat.

4. Zero Waste
Durch die Verwendung eines Stahlrasierers kannst du schon sehr viel dazu beitragen, dass sich dein Müllaufkommen reduziert. Ein Stahlrasierer ist ein einmaliges Investment, und sollte er dennoch mal kaputtgehen, dann kannst du ihn reparieren lassen oder ansonsten zum Recyceln in den Metall-Mistkübel geben — genauso wie die Klingen. Dann hat der Stahl wieder eine neue Geschichte zu erzählen.

Empfehlung
Walter Weiss e.U.: Das zeitlose Geschäft ist zentral auf der Mariahilfer Straße gelegen, und die Beratung ist top. Große Empfehlung!

Stoffsackerl

Hier geht es um die Vorteile von Baumwollsackerln und wie sie zu einem abfallfreien Alltag beitragen können.

Ein essenzieller Bestandteil, um weniger Müll zu produzieren, ist das Vermeiden von Plastik- und Papiersackerln sowie das Verwenden von wiederverwendbaren Sackerln. Ein oder zwei gute wiederverwendbare Stoffsackerl ersetzen viele, viele Einwegsackerl.

Die freiwillige Selbstverpflichtung von einigen großen Lebensmittelketten und einem Bekleidungsgeschäft hat bereits einiges zu einer Reduktion beigetragen: Wurden im Jahr 2014 noch gut 63 Plastiksackerl von Herr und Frau ÖsterreicherIn verwendet, so waren es 2017 „nur noch“ 49. Das ist zwar schon eine beträchtliche Menge, die da eingespart wurde, und ein guter Schritt in die richtige Richtung, aber es geht noch mehr.

2018 wurde ein österreichweites Plastiksackerlverbot von der Bundesregierung beschlossen — mit 1. Jänner 2020 trat es in Kraft. YAY!

Um nicht darauf zu warten, dass erst ab 2019 weniger Plastiksackerl verwendet werden, können wir jetzt schon dafür sorgen, weniger zu verbrauchen. Jeder und jede Einzelne von uns.

Das Unangenehme zuerst: Der Satz „Nein danke, ich habe schon ein Sackerl“ hat bei mir am Anfang furchtbares Unbehagen ausgelöst. Ich wollte ja nicht unhöflich zu der Person sein, die da netterweise gerade meine gekauften Waren einpackt — aber Übung macht ja bekanntlich den Meister. Nachdem ich den Satz dann bei jedem Einkauf immer wieder wiederholt habe, war es plötzlich gar nicht mehr so schwer.

Kurz nachdem ich begonnen habe, mich zu rasieren, hat mir meine Mami einen elektrischen Rasierer gekauft. Das ist ungefähr 25 Jahre her, und auch heute verwende ich ihn noch regelmäßig, um mir damit die Beine zu rasieren. Einwegrasierer habe ich hingegen — außer in Notfällen — nie verwendet. Stattdessen hatte ich einen Rasierer mit einem auswechselbaren Kopf. Die Gründe dafür waren, dass ich mir dachte, es wäre billiger, ich müsste weniger oft zum Geschäft gehen, um Rasierer nachzukaufen (also Zeitersparnis), und besser für die Umwelt war es auch — weil ein Rasierkopf weniger Müll verursacht als Einwegrasierer.

Nachdem ich mich dann aber dazu entschlossen habe, wirklich gar keinen Müll mehr zu produzieren bzw. ihn auf ein ganz minimales Minimum zu reduzieren, habe ich mich für meinen jetzigen Rasierer entschieden. Um gleich ein Missverständnis von vorhin aufzuklären: Die Angst vor dem Rasieren war völlig unbegründet. Ein Stahlrasierer funktioniert wie jeder andere Rasierer — ein paar Kleinigkeiten gibt es jedoch zu beachten.

Damit der Umstieg leichter fällt, habe ich im Kurzen ein paar Vorteile zusammengefasst, warum es sich auszahlt, ein oder zwei gute Baumwolltaschen zu besitzen und auch zu verwenden:

SIE SIND WIEDERVERWENDBAR Baumwolltaschen halten Ewigkeiten und können unendlich oft wiederverwendet werden.

SIE SIND WASCHBAR Wenn sie dreckig sind, kann man sie einfach in der Waschmaschine waschen — und gleich schauen sie wieder aus wie neu.

SIE HALTEN JEDEM WETTER STAND Hattest du auch schon mal folgendes Problem: Du gehst einkaufen, packst alle deine Sachen in ein Papiersackerl, gehst aus dem Geschäft, und es regnet? Ehe du dich versiehst, liegen alle deine Sachen am Boden, weil dein Sackerl gerissen ist? Oder dein Plastiksackerl reißt, weil zu viele Sachen drinnen sind?

Was ist die Lösung? Ein wiederverwendbares Sackerl. Die halten jedem Wetter stand.

SIE SIND IMMER UND ÜBERALL EINSETZBAR Ein Grund, warum Baumwollsackerl noch so genial sind, ist, dass man sie immer und überall verwenden kann — egal ob zum Einkaufen, um auf einem Konzert seine Jacke reinzustopfen und sich so die Garderobe zu ersparen, zum Spazierengehen, für die Uni oder die Arbeit. Baumwollsackerl sind absolute Allrounder.